Lese-/Hörzeit: ca. 20 Minuten. Dieser Text ist bewusst ein Deep Dive — nicht als schneller Ratgeber, sondern als Innenansicht neurodivergenter Kommunikation.
Moin!
Was mir an mir selbst schon lange aufgefallen ist, noch bevor ich 2012 erkannte, dass ich im AuDHS-Spektrum bin: Ich erklärte ständig meine Gedanken. Wenn ich nach meiner Meinung gefragt wurde, wenn ich um etwas gebeten wurde oder wenn ich begründen sollte, warum ich etwas auf eine bestimmte Weise sehe, sagte ich oft viel mehr, als andere offenbar erwartet hatten.
Typische, normale Erklärungen reichten mir selten. Ich wollte erklären, warum ich denke, wie ich denke. Wie ich zu meiner Meinung komme. Was meine Meinung überhaupt ist. Was ich gelernt habe. Welche Erfahrungen dahinterstehen. Welche Zusammenhänge ich sehe. Und meist beschrieb und erklärte ich all das weit über das Maß hinaus, das für andere noch angenehm oder verständlich war.
Warum?
Weil ich ständig das Gefühl hatte, nicht verstanden zu werden. Nicht präzise genug zu sein. Zu viel Spielraum für Fehlinterpretationen zu lassen. Und so oft zeigten mir meine Gesprächspartner:innen tatsächlich, dass sie mich nicht verstanden hatten.
Also sah ich mich gezwungen, nachträglich zu verdichten. Präziser zu werden. Mehr Details zu geben. Mehr Kontext zu liefern. Mehr Absicht zu erklären. Mehr Missverständnisse vorwegzunehmen.
Aber genau das machte es oft nur schlimmer.
Je tiefer ich ins Detail ging, desto schneller endete die Aufmerksamkeit. Desto früher verlor ich die Bereitschaft anderer, mir zuzuhören oder mich weiterzulesen. Und sehr lange habe ich nicht verstanden, warum das so war. Warum es noch heute so ist.
Wollen die mich nicht verstehen? Wollen sie mich missverstehen? Warum werden Dinge in meine Aussagen hineininterpretiert, die ich nie gesagt habe? Warum werden mir Emotionen oder Absichten unterstellt, die ich nie geäußert habe?
Das brachte mich oft in schiere Verzweiflung. Lag ich so falsch? War ich falsch? Selbst dann, wenn meine Argumente, meine Logik und meine Beobachtungen für mich stimmig waren?
Inzwischen weiß ich besser, woher das kam. Und warum es bis heute noch passiert, wenn auch weniger.
Bevor ich es aus meiner persönlichen Sicht beleuchte, möchte ich zuerst auf die wissenschaftliche Perspektive schauen.
Hier was mein Analyse- und Kommunikationswerkzeug ChatGPT 5.5 erarbeitet hat:
Die wissenschaftliche Sicht: Overexplaining als neurokognitive Strategie
Wissenschaftlich betrachtet ist „Overexplaining“ kein offizieller Diagnosebegriff. Es steht nicht als Symptom im ICD oder DSM. Trotzdem lässt sich das Phänomen sehr gut aus bekannten neuropsychologischen, kommunikativen und sozialen Mechanismen erklären.
Gerade bei AuDHS, also dem gemeinsamen Auftreten von Autismus und ADHS, treffen mehrere innere Dynamiken aufeinander: autistische Präzisionsorientierung, ADHS-typische Gedankensprünge, Probleme mit exekutiver Steuerung, emotionale Reaktivität, soziale Missverständnisse, Masking-Erfahrungen und oft auch eine lange Geschichte von Korrektur, Zurückweisung oder Fehlinterpretation.
Früher wurden Autismus und ADHS diagnostisch stärker getrennt betrachtet. Erst mit dem DSM-5 wurde die gemeinsame Diagnose von Autismus und ADHS ausdrücklich möglich; vorher galt diese Kombination diagnostisch lange als ausgeschlossen oder zumindest als nicht sauber erfassbar. Heute ist deutlich besser anerkannt, dass beide Neurotypen häufig gemeinsam auftreten und sich gegenseitig beeinflussen können. (Springer Link)
Ein wichtiger Baustein ist die sogenannte exekutive Funktion. Damit sind kognitive Steuerungsprozesse gemeint: Aufmerksamkeit lenken, Impulse hemmen, Arbeitsgedächtnis nutzen, Gedanken sortieren, Wichtiges von Unwichtigem trennen und eine Handlung oder Aussage sinnvoll abschließen. Forschung zu Autismus und ADHS zeigt, dass beide mit Schwierigkeiten in Bereichen wie Aufmerksamkeitssteuerung, Arbeitsgedächtnis und Inhibition verbunden sein können. Bei AuDHS kann daraus eine besondere Kommunikationsdynamik entstehen: Der Gedanke ist nicht einfach ein einzelner Satz, sondern ein Netzwerk aus Ursachen, Ausnahmen, Beispielen, Einwänden und möglichen Missverständnissen. (Springer Link)
Der autistische Anteil kann dabei erklären, warum Präzision so wichtig wird. Viele autistische Menschen erleben Sprache nicht nur als soziales Signal, sondern als System von Bedeutung, Genauigkeit und Kontext. Ein Satz ist dann nicht einfach „ungefähr gemeint“, sondern muss möglichst korrekt sein. Wenn eine Aussage Spielraum für falsche Interpretation lässt, fühlt sie sich innerlich unvollständig oder sogar gefährlich an. Das kann dazu führen, dass Kontext ergänzt wird, bevor überhaupt klar ist, ob die andere Person diesen Kontext benötigt.
Der ADHS-Anteil kann diese Dynamik verstärken. Bei ADHS sind Impulssteuerung, Reizfilterung und Gedankensequenzierung häufig anders organisiert. Ein Thema aktiviert sofort weitere Themen. Eine Erklärung öffnet gedanklich die nächste Tür. Während man spricht oder schreibt, tauchen weitere Verbindungen auf, die ebenfalls relevant erscheinen. So entsteht nicht zwingend ein geplanter Monolog, sondern eine assoziative Kette, die sich während des Erklärens selbst erweitert.
Dazu kommt das Problem sozialer Gegenseitigkeit. Die moderne Autismusforschung beschreibt Missverständnisse zwischen autistischen und nicht-autistischen Menschen zunehmend nicht mehr nur als Defizit der autistischen Person, sondern als wechselseitiges Kommunikationsproblem. Das wird als „Double Empathy Problem“ bezeichnet: Menschen mit unterschiedlichen Wahrnehmungs-, Denk- und Kommunikationsstilen verstehen einander gegenseitig schlechter, weil sie unterschiedliche Erwartungen an Kommunikation haben. (Springer Link)
Das ist für Overexplaining zentral. Wenn eine neurodivergente Person immer wieder erlebt, dass sie falsch gelesen wird, entsteht irgendwann ein präventiver Erklärdruck. Man erklärt nicht nur, was man meint. Man erklärt auch, was man nicht meint. Man erklärt die Absicht hinter der Aussage. Man erklärt die Ausnahme. Man erklärt, warum man überhaupt erklärt. Nicht aus Arroganz, sondern aus Erfahrung.
Damit berührt Overexplaining auch das Thema Masking. Autistisches Camouflaging oder Masking beschreibt bewusste und unbewusste Strategien, mit denen autistische Menschen versuchen, sozial weniger aufzufallen, neurotypische Erwartungen zu erfüllen oder eigene autistische Merkmale zu unterdrücken. Neuere Forschung bringt Camouflaging immer wieder mit psychischer Belastung in Verbindung. Overexplaining kann eine solche Anpassungsstrategie sein: Der Mensch versucht, durch zusätzliche Erklärung soziale Reibung zu reduzieren. Gleichzeitig kann genau diese Strategie erschöpfen und neue Reibung erzeugen. (Frontiers)
Aus wissenschaftlicher Sicht ist Overexplaining daher am besten als Regulations- und Schutzstrategie zu verstehen. Es reguliert Unsicherheit. Es versucht, Missverständnisse zu verhindern. Es soll soziale Ablehnung vermeiden. Es soll Kontrolle über die Bedeutung einer Aussage zurückgewinnen.
Das Tragische daran ist: Diese Strategie entsteht oft aus einem realen Problem, kann aber selbst wieder zum Problem werden. Je mehr erklärt wird, desto stärker können andere Menschen überfordert reagieren. Je stärker sie überfordert reagieren, desto größer wird bei der erklärenden Person der Eindruck, wieder nicht verstanden worden zu sein. Daraus entsteht ein Kreislauf aus Erklären, Überforderung, Rückzug, Scham und erneuter Präzisierung.
Overexplaining ist also nicht einfach „zu viel reden“. Es ist häufig der sichtbare Teil einer inneren Arbeit, die andere gar nicht sehen: Bedeutung sichern, soziale Gefahr prüfen, Missverständnisse vorwegnehmen, eigene Absicht verteidigen, emotionale Spannung regulieren und gleichzeitig versuchen, Verbindung herzustellen.
Oder einfacher gesagt:
Overexplaining ist oft der Versuch eines neurodivergenten Gehirns, in einer Welt verstanden zu werden, die andere Kommunikationsregeln erwartet.
Ein Blick in mein neurodivergentes Denksystem
Und hier ein kleiner Einblick in mein neurodivergentes Denksystem, das sich stark von dem unterscheidet, was viele neurotypische Menschen offenbar erleben:
Mein Denken ist keine diffuse Gefühlswolke aus einzelnen Worten, Begriffen, Bildern, Gerüchen oder Empfindungen. Mein Denken ist eher vierdimensional. Es besteht aus mehrschichtigen Videosequenzen, inneren Dialogen, sensorischen Eindrücken, Erinnerungen, Bildern, Geräuschen, Gerüchen und Bewegungen. Nicht aus einzelnen Dialogfetzen, sondern aus ganzen Dialogsequenzen, die plötzlich da sind, aufploppen und weitere Sequenzen nach sich ziehen.
Parallel dazu kann ich mir bewusst beim Denken zusehen. Auf einer anderen Ebene kann ich einem inneren Dialog neue Elemente hinzufügen, Varianten durchspielen, Zusammenhänge überprüfen und mögliche Reaktionen anderer Menschen vorwegnehmen.
Oft habe ich das, was ich zu einem Thema sagen oder schreiben könnte, bereits durchdacht. Es ist nicht erst im Moment des Sprechens entstanden. Es liegt innerlich schon als fertiges Paket bereit. Wie in einer Gedächtnisschublade. Ich muss es nur noch in gesprochene oder geschriebene Sprache exportieren.
Genau da beginnt das Problem.
Direktes faktisches Wissen ist in mir oft nicht einfach als abstrakter Satz gespeichert. Es ist grafisch, räumlich und sensorisch gespeichert. Dazu gehören Geräusche, Gerüche, Bilder, Körperempfindungen und andere Reize, die ich wahrnahm, als ich etwas lernte oder erlebte.
Dieses innere Paket in verständliche Sprache zu übersetzen, benötigt ein Übersetzungsprogramm in mir. Ich kann dann wählen: Deutsch oder Englisch. Da ich Englisch auf C2-Niveau beherrsche, passiert es manchmal, dass sich die Sprachen in meinem Kopf überlagern. Dann entsteht beim Export eine Grammatik, die mir logisch erscheint, aber nicht mehr sauber zur gewählten Sprache passt. Ich kann stocken, zwischen Sprachen wechseln oder innerlich erst einmal umübersetzen müssen, bevor der Satz wieder funktioniert.
Bevor ich etwas ausspreche oder aufschreibe, läuft es meistens noch durch eine Filter- und Analyseinstanz. Ergibt das Sinn? Ist das präzise genug? Wird das missverstanden? Fehlt Kontext? Klingt das zu hart? Wird mir daraus etwas unterstellt, was ich nicht gemeint habe?
Dabei wird die emotionale Ebene oft herausgefiltert. Nicht, weil sie nicht existiert. Sondern weil sie stört, schwer greifbar ist oder von mir nicht als vorrangiger Bestandteil der Aussage priorisiert wird. Manchmal weiß ich schlicht nicht genau, wie ich die emotionale Ebene bewusst mit exportieren muss, damit sie von anderen richtig verstanden wird. Also Mimik, Körpersprache, Tonfall, Pausen, Lautstärke, emotionale Einfärbung.
Leider habe ich nur einen Mund. Er bewegt sich viel zu langsam. Ich habe nur eine Stimme. Ich habe nur zwei Hände mit zehn Fingern, die meine Gedanken in Schriftform exportieren können.
Immer wieder erwische ich mich bei dem Gedanken, Gebärdensprache lernen zu wollen. Nicht nur als Sprache, sondern als Erweiterung meines Ausdrucks. Ich stelle mir vor, dass meine Frau und ich dadurch in derselben Zeit doppelt so viel miteinander kommunizieren könnten: verbal und parallel über Gebärden.
Ich könnte mir sogar Videos vorstellen, in denen ich spreche und gleichzeitig weitere Gedanken sichtbar über Gebärden darlege. Nur würden mich dann vermutlich sehr wenige Menschen verstehen. Denn wer Gebärdensprache beherrscht, hört oft nicht oder orientiert sich anders an Sprache. Und ein zusätzlicher paralleler Untertitel würde viele Zuschauende vermutlich wiederum überfordern.
Ein weiterer Aspekt meines Denkens ist, dass ich meine Emotionen oft nicht so in Worte, Mimik und Körpersprache exportieren kann, dass andere Menschen sie zuverlässig verstehen. Dabei ist es egal, ob mein Gegenüber ebenfalls im Spektrum ist oder nicht.
Meine Mimik spiegelt nicht zwingend direkt meine Gedanken wider. Sie passt auch nicht immer automatisch zu dem, was ich gerade ausspreche. Ich muss ständig nachregeln. Ich muss meine Mimik bewusst mit meinem Vortrag synchronisieren. Dadurch kann sie für andere phasenverschoben wirken, künstlich, übertrieben oder unpassend.
Aber innerlich ist sie nicht falsch. Sie ist nur nicht automatisch synchronisiert.
Genau daraus entsteht ein Teil meines Overexplainings: Ich versuche nicht nur Gedanken zu erklären. Ich versuche, ein viel größeres inneres System durch einen viel zu schmalen Ausgang in eine Sprache zu pressen, die andere Menschen schnell, eindeutig und sozial passend verstehen sollen.
Und genau deshalb wirkt mein Erklären nach außen manchmal wie ein Zuviel. Für mich selbst ist es aber oft eher ein Zuwenig. Denn selbst meine längsten Erklärungen sind nur ein stark komprimierter Ausschnitt dessen, was innerlich gleichzeitig vorhanden ist.
Wenn mein Export auf ihr Empfangssystem trifft
Für mich fühlt sich selbst eine lange Erklärung oft noch wie eine massive Verkürzung an. Innerlich ist viel mehr vorhanden: Bilder, Zusammenhänge, Erinnerungen, sensorische Eindrücke, Abwägungen, mögliche Missverständnisse, Gegenargumente und emotionale Nachwirkungen.
Was ich nach außen gebe, ist für mich also oft nicht „zu viel“. Es ist bereits stark komprimiert.
Für mein Gegenüber kann es aber ganz anders wirken. Dort kommt nicht mein inneres System an. Dort kommt nur Sprache an. Satz für Satz. Detail für Detail. Einschub für Einschub. Und irgendwann ist die Aufnahmekapazität erschöpft.
Dazu kommt eine zweite Ebene, die noch komplizierter ist: die emotionale und psychosoziale Ebene.
Viele Menschen hören nicht nur, was gesagt wird. Sie hören auch, was sie glauben, zwischen den Zeilen zu erkennen. Tonfall, Mimik, Pausen, Blickkontakt, Körperhaltung, vermeintliche Stimmung, vermeintliche Absicht. Aus all dem bauen sie eine zweite Botschaft, die manchmal wichtiger genommen wird als der eigentliche Inhalt.
Bei mir ist diese zweite Botschaft aber oft gar nicht so vorhanden, wie andere sie erwarten. Zwischen meinen Zeilen ist manchmal nicht viel. Manchmal ist dort wirklich fast nichts außer Konzentration, Übersetzungsarbeit, innerem Sortieren und dem Versuch, präzise zu sein.
Aber genau diese Leerstelle bleibt für andere nicht leer.
Sie wird gefüllt.
Und meistens wird sie falsch gefüllt.
Wenn ich emotional zu wenig mitsende, wird mir Kälte unterstellt. Wenn meine Mimik nicht synchron ist, wird mir Ablehnung unterstellt. Wenn mein Ton sachlich ist, wird mir Härte unterstellt. Wenn ich präzise werde, wird mir Rechthaberei unterstellt. Wenn ich nachfrage, wird mir Misstrauen unterstellt. Wenn ich mich erkläre, wird mir Rechtfertigung unterstellt. Wenn ich keine sichtbare emotionale Reaktion zeige, wird mir Gleichgültigkeit unterstellt.
So entsteht eine zweite Version meiner Aussage, die ich nie gesendet habe.
Eine Fantasie-Botschaft.
Und gegen diese Fantasie-Botschaft muss ich mich dann plötzlich verteidigen.
Das ist einer der schmerzhaftesten Teile neurodivergenter Kommunikation: Ich spreche über Inhalt, aber mein Gegenüber reagiert auf eine angebliche Beziehungsbotschaft. Ich sende Information, aber empfangen wird Absicht. Ich liefere Kontext, aber interpretiert wird Stimmung.
Je weniger ich diese unausgesprochene soziale Ebene bediene, desto stärker wird sie von anderen ergänzt. Nicht neutral, nicht vorsichtig, nicht fragend, sondern oft mit erstaunlicher Sicherheit. Als hätten sie zwischen den Zeilen etwas gelesen, obwohl dort für mich exakt nichts stand.
Dann entsteht ein paradoxes Problem: Ich erkläre mehr, weil ich merke, dass ich nicht verstanden werde. Mein Gegenüber versteht aber weniger, weil ich mehr erkläre.
Ich versuche, die Lücke zu schließen.
Die Lücke wird größer.
Ich versuche, präziser zu werden.
Mein Gegenüber steigt früher aus.
Ich versuche, Missverständnisse zu vermeiden.
Durch die Menge entstehen neue Missverständnisse.
Und ich versuche, eine emotionale Botschaft zu korrigieren, die ich nie gesendet habe.
Das ist die eigentliche Erschöpfung. Nicht nur das Reden selbst. Sondern das ständige Nachregeln auf mehreren Ebenen: Inhalt, Tonfall, Mimik, Körpersprache, Beziehungswirkung, vermutete Interpretation, mögliche Kränkung, mögliche Abwehr, mögliche Unterstellung.
Overexplaining ist deshalb nicht nur Kommunikation. Es ist soziale Schadensbegrenzung.
Von außen wirkt es dann vielleicht wie Rechthaberei, Rechtfertigung, Monologisieren oder fehlendes Gespür für den Moment. Von innen ist es oft etwas ganz anderes: ein verzweifelter Versuch, endlich nicht mehr für Botschaften verantwortlich gemacht zu werden, die ich nie gesendet habe.





Ich hab von unten nach oben gekesen und von oben nach unten und die Mitte fehlt mir, weil ich 2x ausgestiegen bin. Es tut weh nicht verstanden zu werden, weil sich jeder Mensch das doch wünsch - verknüpft mit dem Wunsch dass es dann einen Sinn ergäbe für die Welt so wie man ist - man verausgabt sich bis zur Selbstaufgabe doch das AHA , ja du bist ........ , wunderbar so wie du bist kommt nicht - das geschieht indem man das zerbrochene dem reicht der einen Geschickt hat, bei mir war es der Wille des Schöpfers - und dann musst du plötzlich nicht mehr von anderen verstanden werden, sondern stehst für dich so wie die Sonne heute aus dir scheinen will, denn das ist die Hingabe - und wenn du einem anderen erlaubst diese Hingabe zu betreten, wie ein heiliges Lamd, bist du verletzbar. Genau hier erwächst das Vertrauen aus unseren Beziehungen