Vom Homeoffice in die Karpaten: Vorbereitung auf das nächste Abenteuer
Warum Rumänien am Ende doch jedes Camping-Verbot schlägt
Moin aus dem Homeoffice!
Nach wenigen Stunden Schlaf weckte mich mein Magen, er habe Hunger. An ein Weiterschlafen ist leider nicht zu denken. Ok, so soll es sein! Etwas gegessen und dann überlegt, was mache ich heute? Ja, heute ist Montag der 9. März 2026 und es ist ein sonniger und warmer Frühlingstag. Bestes Wetter um die Reifen meines E-Fahrrads aufzupumpen und mit diesem die 10km zum Büro nach Glinde zu fahren! Es ist mal wieder Zeit die alten Knochen zu bewegen, aber so, dass es gelenkschonend ist. Nicht nur diese Bewegung an einem solch schönen Tag ist die eine Motivation, sondern auch, dass wir nun ziemlich stabil Benzinpreise kaum unter 2€ je Liter haben! Das ist für mich so die Grenze ab der ich noch regelmäßig mit dem Auto eine Strecke fahre, die ich genau so gut bei nur doppelter Zeit mit dem E-Bike fahren kann und nichts dafür zahlen muß. Denn das Haus in dem ich mein Büro habe, wird gerade bei solch einem Wetter zu 100% durch Sonnenkraft versorgt. So lade ich bei Bedarf meinen Akku mit Sonnenenergie auf.
Aber jetzt weiter zum eigentlichen Thema! Ich gucke gerne abends auf dem großen gemeinsamen TV YouTube Reisevideos, ReiseVlogs von VanLife Kanälen. Und das dann, wenn meine Frau selbst keinen eigenen Wunsch hat mit mir gemeinsam zu gucken, sitzt sie hinten auf der Couch und macht ihr Ding, wahlweise in ihrem Zimmer am Laptop oder dort vorm TV. Gestern wurde sie wohl von einem meiner VanLife YT Videos motiviert mich zu fragen, wie es denn mit dem Freistehen auf unserer bald kommenden nächsten Reise in Kroatien wäre. Ob wir da auch so frei stehen könnten, so mitten in der schönen Natur. Tja, leider nicht erlaubt, antwortete ich ihr. Dort dürfen wir eigentlich nur auf Campingplätzen nächtigen. Oh, wo denn sonst? In Rumänien? Ja, genau, da wo ich letztes Jahr war, da ist das gar kein Problem sich einen schönen Waldrand oder Wiese herauszusuchen, einen Parkplatz eines Klosters und dort einfach ein paar Nächte zu verbringen. Hmm, darauf hat sie so richtig Lust, warum nicht, lass uns doch gemeinsam nach Rumänien fahren. Und dann kostet uns das auch viel weniger, wenn wir nicht jede Nacht auf einem Campingplatz stehen! Stimmt genau! Aber, sagte ich ihr, was wir wissen und fest einhalten müssen, sind die Hinfahrt und die Rückfahrt - diese womöglich so, dass Du am Tage remote arbeiten kannst, verlängert. Also wenn wir auf dem Rückweg noch wo für eine Woche stehen oder geplant wo auf einem Campingplatz verbringen, dann so, dass ich solo die Gegend erkunden kann oder es warm genug ist, dass ich unter Vorzelt arbeiten kann um dich nicht bei der Arbeit zu stören. Dank Starlink können wir beide problemlos so arbeiten.
Ok, das soweit geklärt, sagte ich ihr noch, dass wäre dann wirklich zu 100% Abenteuer, denn wir machen uns keinen Plan vorab wohin wir wann fahren, sondern in den 3 Wochen wird es so sein, dass wir oft am Abend noch nicht wissen wohin wir am nächsten Tag fahren und ob wir das Ziel erreichen oder woanders spontan übernachten müssen. Jeder Tag wird anders sein. Absolut selbstbestimmt im Hier und Jetzt leben! Ja, genau das will sie, ein Abenteuer mit mir erleben, so wie ich es schon im Sommer 2025 mit dem Kompaktwohnwagen gemacht hatte.
Nun ging ich gestern Abend in meinem Kopf die Ausrüstung durch die ich habe, bzw. wir haben - das meiste hatte ich bereits 2025 auf meiner Rumänienreise, aber einiges musste ich nachträglich nachrüsten, weil ich merkte, da wäre so einiges besser und optimaler mit solch Dingen wie zwei weitere BW Reservekanister, Euroboxen im Jeep anstatt alles nur so wild in Taschen dabei zu haben, Boxio Trenntoilette, die hochwertiger ist als was ich damals dabei hatte… Ja und da überlegte ich, es ist das eine wenn man solo unterwegs ist und sich nach 3 Tagen Wildcampen sich nicht mehr selbst riechen mag und einen Campingplatz ansteuert um auch Duschen zu können, als wenn man zu zweit unterwegs ist und einander dann nicht mehr riechen mag. 4 Tage Wildcampen und bei kühlem Wetter mit Regen nicht draußen kalt Duschen mögen, können geruchstechnisch intensiv werden. Also überlegt, der 10L Wasserkanister in der Innenküche ist unter der Spüle und nicht zum Duschen geeignet. Draußen ist es kalt. Hmm, was für eine Lösung gäbe es dann? Amazon Suche ergab, es gibt fürs Campen so flache zusammenfaltbare Duschwannen mit Abflussschlauch - passt, bestellt! Es gibt so 20L flach komprimierbare Wassereimer mit Wasserpumpe und Duschkopfschlauch, bei dem Set diese Wasserpumpe das Wasser auch erhitzt, inkl. Akku! Gar nicht mal so teuer und mit vielen guten Bewertungen! Passt, bestellt! Hmm, und da wir im WoWa überall Poster, Teppich und Holz haben oder es auch mal warm genug sein kann um draußen zu duschen aber wir nicht wollen das jeder uns dabei zugucken kann, habe ich noch ein popup-Duschzelt gefunden, dass auch schmal genug für im Wohnwagen und geeignet für draußen neben dem WoWa sein müsste. Also bestellt! So, nun habe ich Ende dieser Woche alles, damit wir immer und überall zur Not auch im Wohnwagen duschen können, ohne eine eingebaute Dusche zu haben, sondern diese mobile Camping-Dusche nur mal eben schnell aufbauen müssen. Und ach ja, normales typisches Duschgel ist dann nicht erlaubt. Ja ich weiß, das interessiert niemanden in Rumänien, aber uns schon! Also geeignete Naturseife gesucht und gefunden, zwei Blöcke für je knapp unter 10€ bestellt!
Jetzt habe ich in den letzten Monaten einiges an neuen sehr nützlichen Dingen nachgerüstet - diese mobile Dusche ist wohl was fürs Freicampen noch fehlte. Bis gestern ging ich ja noch davon aus das wir Slowenien und Kroatien erkunden, wo wir aber immer auf Campingplätzen übernachten müssten. Denn wir fahren nicht mit einem für VanLife umgebauten Transporter um StealthCamping zu genießen, sondern mit einem Wohnwagen!
Warum Wohnwagen anstatt Transporter? Die meisten haben doch ein WoMo oder CamperVan! Tja, die Antwort ist einfach: Bei unserem Platzbedarf bräuchten wir einen Sprinter (als Beispiel) und der wäre dann unhandlich und nicht alltagstauglich daheim in Hamburg. Und wir können den nicht einfach so abstellen, da wir keinen Platz für ihn haben. Für den Wohnwagen haben wir einen Platz und zudem fehlt kein Auto wenn der abgestellt ist. Denn ein Van ein halbes Jahr nur abgestellt, kostet nur viel mehr Geld! Und dann noch das große Argument: Den Wohnwagen kann ich einfach auf einem Campingplatz oder auf der Wiese oder Waldlichtung stehen lassen und mit dem Zugfahrzeug in der Gegend Einkaufen fahren oder wohin zum Besichtigen fahren, in die Umlegung zum Wandern fahren und kann meinen Jeep einfach überall parken und passe durch jede enge Straße! Und selbst mit dem Wohnwagen auf der AHK fährt es sich besser, denn enge Straßen als solches mit engen Kurven stören kaum, da die Gesamtlänge um die Kurven und Ecken kommt, was bei einem Sprinter nicht so einfach wäre! Und der letzte Punckt: für 41k€ Anschaffung ist der Wohnwagen offroadtauglich, passend zum Jeep! Versuch doch mal einen Van mit dem Stauraumplatz, Innen- und Außenküche und Photovoltaik mit Offroad-Fahrwerk und 4WD zu bekommen! Da kommst du neu schnell auf 120.000€ plus! Die einzigen zwei Nachteile sind, Stealthcamping über mehrere Tage ist nicht möglich und wenn es regnet wirst du etwas naß beim Ein- und Ausräumen zwischen den Fahrzeugen, bzw. kann nicht trocken und warm einfach ins Cockpit steigen wie beim Van / CampingTransporter. So, in dieser Abwägung waren die Vorteile für uns einfach beim Wohnwagen! Und auf meiner Rumänienreise hat sich fast täglich gezeigt, dass diese Offroad-Fähigkeit essentiell war! So ziemlich jeden normalen Transporter hätte es regelrecht zerlegt in den 5 Monaten die ich in 2025 unterwegs war mit dem Jeep, besonders in Rumänien! Google Maps fragt dich gerne, es habe eine Abkürzung gefunden, ob man diese nutzen will… ähm ja, sollte man nur zustimmen, wenn man weiß es kann sehr holprig und rutschig und heftig werden und dass genau das Spaß macht und kleine Albträume erzeugt oder gar das oder die Fahrzeuge potentiell regelrecht zerlegt!
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