Teil 3: Die Risse im Turm
Warum fehlendes Monitoring, schwache Daten und Resteverwaltung queere Sicherheit gefährden
In den ersten beiden Teilen dieser Serie ging es um zwei Ebenen des vorzeitigen Endes des Aktionsplans „Queer leben“.
Teil 1 zeigte den politischen Abbruch:
Der Aktionsplan wird nicht als gemeinsame queerpolitische Reformagenda fortgeführt. Die Bundesregierung nennt den Prozess „planmäßig abgeschlossen“. Tatsächlich fehlen Stand jetzt erneute Umsetzungskontrolle, Verstetigung, Fortschreibung der 134 Maßnahmen, systematische Weiterverfolgung der 14 Empfehlungspapiere und eine erkennbare Gesetzgebungsagenda für offene Reformbedarfe.
Teil 2 zeigte die konkrete Lastverschiebung:
Wenn Rechte zwar formal bestehen, aber Institutionen nicht ausreichend vorbereitet sind, landet die Umsetzung bei den Betroffenen selbst — bei trans, inter und nichtbinären Menschen, bei Beratungsstellen, einzelnen Ärzt*innen, Schulen, Behörden, Krankenkassen, Familien und lokalen Netzwerken.
Dieser dritte…




