PSR – Lagebericht KW15 Teil 4/4 — Warum fast alle das Falsche sehen
PJenga Situation Report KW15 Teil 4/4
Warum fast alle das Falsche sehen
Teil 3 → Teil 4 in einem Satz:
Je dichter die Krise gekoppelt wird, desto wichtiger wird nicht nur, was geschieht, sondern wie darüber gesprochen wird — denn Sprache ist in solchen Lagen kein Kommentar mehr, sondern selbst ein Belastungsfaktor.
Die wahrscheinlich gefährlichste Wahrnehmungslücke dieser Woche besteht darin, dass viele Öffentlichkeit noch immer wie ein Schutzschild behandeln, obwohl sie längst ein Verstärkerraum geworden ist. Man sieht das an der Kriegsrhetorik, man sieht es an der Weiterverarbeitung durch Medien, und man sieht es an der Art, wie politische und rechtliche Begriffe entweder scharf benannt oder weichgespült werden. Wenn ein Präsident offen vom Untergang „einer ganzen Zivilisation“ spricht und Drohungen gegen zivile Infrastruktur in den Raum stellt, dann reden wir nicht mehr über schiefen Tonfall oder bekannte Trump-Theatralik. Dann reden wir über Sprache, die rechtliche, moralische und strategische Grenzen zugleich verschiebt…




