Der Markt hat heute etwas getan, was auf den ersten Blick beruhigend aussehen könnte — und auf den zweiten Blick noch beunruhigender ist.
Er ist nicht einfach weiter durch die Decke gegangen, er ist aber sehr nervös geworden!
Brent sprang zunächst bis auf 106,50 Dollar, fiel später aber wieder auf rund 100,66 Dollar zurück. Das ist keine Entwarnung. Das ist ein Markt, der nicht mehr weiß, ob er auf Begrenzung hoffen oder auf weitere Eskalation wetten soll. Genau das ist der Montagbefund: kein sauberer Schock, sondern ein volatiles Krisengleichgewicht auf erhöhtem Niveau. Die IEA-Reservefreigabe läuft bereits — die größte koordinierte Notmaßnahme ihrer Geschichte — und trotzdem bleibt der Ölpreis im Krisenbereich.
Wer jetzt auf den Intraday-Rückgang zeigt und ruft, alles halb so wild, verwechselt ein kurzes Zurückzucken des Charts mit Stabilität. Die Statik ist nicht repariert. Sie wird nur unter Last neu austariert.




