Warum die aktuellen Schlagzeilen mehr über Nervosität sagen als über den Wert von Metall
„Goldpreis bricht ein.“
„Silber verliert fast ein Drittel an Wert.“
„Der letzte sichere Hafen wankt.“
So oder ähnlich klangen die Schlagzeilen zum Wochenstart. Prozentzahlen dominierten die Berichterstattung, begleitet von Worten wie Schock, Kapitulation oder Vertrauensverlust. Wer nur flüchtig las, konnte den Eindruck gewinnen: Wenn selbst Gold so fällt, dann ist wirklich nichts mehr sicher.
Halt. Stopp.
Bevor wir aus diesen Bewegungen weitreichende Schlüsse ziehen, müssen wir eine grundlegende Frage klären:
Was genau ist hier eigentlich gefallen?
Der erste Irrtum: Preis ist nicht gleich Realität
Gefallen ist zunächst nicht Gold als Wert und auch nicht Silber als realer Rohstoff.
Gefallen ist der Börsenpreis von Edelmetallen, genauer: der Papierpreis von Liquidität.
Der Preis, den wir in Tickerleisten sehen, entsteht überwiegend nicht durch Menschen, die Goldmünzen kaufen oder verkaufen. Er entsteht durch:
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