Wenn ein Krieg ohne stabiles Zielbild geführt wird
Das PJenga-Framework von Ike Aaren Hadler
Nicht jeder Krieg destabilisiert ein System nur durch Bomben, Fronten und zerstörte Infrastruktur. Manche Kriege beginnen, weit über das Schlachtfeld hinaus Last zu übertragen, weil ihr politisches Ziel unscharf wird, ihre Begründung wandert und ihre öffentliche Kommunikation mehrere widersprüchliche Endzustände gleichzeitig erzeugt.
Genau das ist im aktuellen Iran-Krieg zu beobachten.
Die US-Regierung hat die Operation einerseits als gezielte Maßnahme gegen eine konkrete Bedrohung beschrieben. Außenminister Rubio formulierte das Ziel relativ eng: Die USA wollten die Bedrohung durch iranische Kurzstreckenraketen und die iranische Marine beseitigen. Das Weiße Haus beschrieb die Operation dagegen deutlich breiter: als Schlag, um die iranische Nuklearbedrohung zu beenden, das Raketenarsenal zu zerstören, Proxy-Netzwerke zu schwächen und den Regimeapparat zu zerschlagen. CENTCOM wiederum sprach davon,…




