Das PJenga Framework
von Ike Aaren Hadler
05.03.2026
Druck, Reibung und Beschleunigung
Im PJenga Framework sind die strukturellen Türme keine starren Gebilde.
Sie stehen unter fortwährendem Einfluss von Kräften, die innerhalb des Systems einzelne Bausteine verschieben. Drei grundlegende Dynamiken prägen diese Bewegungen besonders stark: Druck, Reibung und Beschleunigung.
Druck
Druck steht für äußere oder innere Erschütterungen, die ein System belasten.
Dazu zählen zum Beispiel militärische Konflikte, wirtschaftliche Krisen, Störungen von Lieferketten, Umweltkatastrophen oder finanzielle Instabilität.
Druck erhöht die Last auf bestimmte strukturelle Bausteine. Sobald diese Belastung die Belastbarkeit eines solchen Bausteins übersteigt, beginnt er sich zu verschieben.
Reibung
Reibung bezeichnet den Widerstand gegen Veränderung.
Institutionen, Regulierungen, Bürokratien und politische Entscheidungsprozesse erzeugen innerhalb von Systemen Reibung.
Diese Reibung kann sehr unterschiedliche Wirkungen entfalten. In manchen Situationen stabilisiert sie ein System, weil sie übereilte oder chaotische Veränderungen verlangsamt. In anderen Situationen wirkt zu viel Reibung jedoch blockierend, weil notwendige Anpassungen ausbleiben und sich Spannungen so lange aufstauen, bis es zu einem größeren Bruch kommt.
Beschleunigung
Beschleunigung beschreibt jene Mechanismen, die Veränderungen im System verstärken und weitertragen.
Finanzmärkte, digitale Kommunikationsnetzwerke und algorithmische Handelssysteme können Schocks heute innerhalb von Minuten durch globale Systeme transportieren.
In früheren historischen Epochen entfalteten sich Krisen oft langsamer. Heute bewegen sich Informationen und ökonomische Signale mit digitaler Geschwindigkeit.
Beschleunigung erhöht deshalb die Wahrscheinlichkeit, dass sich Belastungen aus einem Turm rasch auf andere übertragen.
Das Zusammenspiel dieser drei Kräfte
Wie sich das PJenga-System entwickelt, hängt maßgeblich vom Zusammenspiel aus Druck, Reibung und Beschleunigung ab.
Eine kleine Störung kann unter geringem Druck nahezu folgenlos bleiben. Dieselbe Störung kann jedoch unter hoher Belastung und schneller Beschleunigung eine Kettenreaktion auslösen, die sich zu einer kaskadierenden Instabilität auswächst.
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