Es ist der 23. Dezember 2025, Mitternacht.
Ich öffne TikTok – nichts Besonderes, zufällig exakt um 00:00 Uhr, reine Routine.
Doch statt eines Feeds erscheint eine Einblendung, die mich innehalten lässt. Kein festliches Overlay, keine Wohlfühlbotschaft zum Jahresende. Sondern ein juristisch trocken formulierter Hinweis, den ich mit einem einzigen Button quittieren soll: „Verstanden“.
Kein „Ablehnen“.
Kein „Später“.
Nur: Verstanden – oder du kommst hier nicht weiter.
Was dort steht, lässt alle Alarmglocken schrillen. Nicht die weihnachtlichen – die anderen.
TikTok teilt mir mit, dass die irische Datenschutzbehörde (DPC) festgestellt hat, dass EWR-Nutzerdaten per Fernzugriff aus China zugänglich gemacht wurden – und zwar nicht DSGVO-konform. TikTok habe dagegen geklagt. Ein Gericht habe die Anordnung vorläufig ausgesetzt. Deshalb gehe alles erst einmal weiter wie bisher.
Ich soll das „verstehen“.
Und dann weiterscrollen.
Ein Pop-up als Selbstoffenlegung
Was TikTok hier tut, ist bemerkenswert: Die …




