<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/" xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom" version="2.0" xmlns:itunes="http://www.itunes.com/dtds/podcast-1.0.dtd" xmlns:googleplay="http://www.google.com/schemas/play-podcasts/1.0"><channel><title><![CDATA[Journ. Ike Aaren Adira Hadler: Government]]></title><description><![CDATA[Hier finden Sie meine Artikel in den Themenbereiche Behörden, Exekutive (Polizei) und Justiz]]></description><link>https://press.jcmi.eu/s/gov</link><image><url>https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!ZQxQ!,w_256,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F33f2c31c-f437-4d76-a2d3-a91922c232e0_1024x1024.png</url><title>Journ. Ike Aaren Adira Hadler: Government</title><link>https://press.jcmi.eu/s/gov</link></image><generator>Substack</generator><lastBuildDate>Mon, 11 May 2026 02:56:37 GMT</lastBuildDate><atom:link href="https://press.jcmi.eu/feed" rel="self" type="application/rss+xml"/><copyright><![CDATA[Ike Aaren Hadler]]></copyright><language><![CDATA[de]]></language><webMaster><![CDATA[jcmi2025@substack.com]]></webMaster><itunes:owner><itunes:email><![CDATA[jcmi2025@substack.com]]></itunes:email><itunes:name><![CDATA[Ike Aaren Hadler (they / them)]]></itunes:name></itunes:owner><itunes:author><![CDATA[Ike Aaren Hadler (they / them)]]></itunes:author><googleplay:owner><![CDATA[jcmi2025@substack.com]]></googleplay:owner><googleplay:email><![CDATA[jcmi2025@substack.com]]></googleplay:email><googleplay:author><![CDATA[Ike Aaren Hadler (they / them)]]></googleplay:author><itunes:block><![CDATA[Yes]]></itunes:block><item><title><![CDATA[Wenn die Aufsicht selbst versagt: Das ULD und der Fall des Deadnaming]]></title><description><![CDATA[Die Datenschutzbeh&#246;rde ermittelt nicht, sie verlangt von mir Beweise, obwohl dies die Beweislast verdreht!]]></description><link>https://press.jcmi.eu/p/wenn-die-aufsicht-selbst-versagt</link><guid isPermaLink="false">https://press.jcmi.eu/p/wenn-die-aufsicht-selbst-versagt</guid><dc:creator><![CDATA[Ike Aaren Hadler (they / them)]]></dc:creator><pubDate>Thu, 02 Oct 2025 23:31:15 GMT</pubDate><enclosure url="https://substackcdn.com/image/fetch/$s_!ZQxQ!,w_256,c_limit,f_auto,q_auto:good,fl_progressive:steep/https%3A%2F%2Fsubstack-post-media.s3.amazonaws.com%2Fpublic%2Fimages%2F33f2c31c-f437-4d76-a2d3-a91922c232e0_1024x1024.png" length="0" type="image/jpeg"/><content:encoded><![CDATA[<p>Das Unabh&#228;ngige Landeszentrum f&#252;r Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD) soll eigentlich die Rechte der B&#252;rgerinnen und B&#252;rger sch&#252;tzen. Es soll sicherstellen, dass Datenschutzverst&#246;&#223;e aufgedeckt werden, Betroffene ernst genommen und Verst&#246;&#223;e sanktioniert werden. Doch was geschieht, wenn die Aufsicht selbst gegen die Grunds&#228;tze verst&#246;&#223;t, die sie &#252;berwachen soll?</p><p></p><p>Ein aktueller Fall zeigt genau dieses Dilemma: Das ULD selbst hat durch Deadnaming und eine oberfl&#228;chliche Beschwerdebearbeitung die Rechte einer nicht-bin&#228;ren Person verletzt &#8211; und damit ausgerechnet jenen Menschen in den R&#252;cken gefallen, deren Schutz es besonders notwendig w&#228;re.</p><p></p><p><strong>Deadnaming durch die Aufsicht</strong></p><p>In einer Beschwerde wurde das Universit&#228;tsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) angezeigt, weil es wiederholt mit alten Vornamen (&#8222;Deadnaming&#8220;) gearbeitet und sensible Daten ohne Rechtsgrundlage weitergegeben hatte. Deadnaming gilt als diskriminierend, weil es die Identit&#228;t von trans- und nicht-bin&#228;ren Personen leugnet und sie dadurch erneut stigmatisiert.</p><p></p><p>Statt diesen Vorwurf ernsthaft zu pr&#252;fen, passierte beim ULD etwas Erschreckendes:</p><p>Das Antwortschreiben vom 22. September 2025 enthielt selbst Deadnaming. Die Aufsicht schrieb die beschwerdef&#252;hrende Person mit den alten, l&#228;ngst ge&#228;nderten Vornamen an &#8211; obwohl in der urspr&#252;nglichen Beschwerde ausdr&#252;cklich klargestellt war, dass es sich um fr&#252;here Namen handelt.</p><p></p><p>Damit beging die Beh&#246;rde genau den Fehler, den sie eigentlich verhindern sollte.</p><p></p><p><strong>Beschwerde nur halb gepr&#252;ft</strong></p><p>Noch schwerer wiegt, dass das ULD die Kernpunkte der Beschwerde schlicht ignorierte. Statt umfassend zu pr&#252;fen, wie es Art. 57 DSGVO vorschreibt, &#252;bernahm die Beh&#246;rde die Darstellung des UKSH nahezu ungefiltert.</p><p></p><p>Folgende Punkte wurden nicht ermittelt oder beantwortet:</p><p></p><ul><li><p>Warum wurden personenbezogene Daten &#252;berhaupt weitergegeben (Versto&#223; gegen Art. 5 DSGVO &#8211; Datenminimierung und Zweckbindung)?</p></li><li><p>An wen wurden die Daten weitergeleitet, und warum wurde das den Betroffenen nicht offengelegt (Art. 15 DSGVO &#8211; Auskunftsrecht)?</p></li><li><p>Welche Rolle spielte die Diskriminierung durch Deadnaming im Lichte des Schleswig-Holsteinischen Gleichstellungsgesetzes (SBGG &#167; 13)?</p></li><li><p>Welche Schadensersatzanspr&#252;che k&#246;nnten aus den Verst&#246;&#223;en folgen (Art. 82 DSGVO)?</p></li></ul><p></p><p></p><p>All das &#8211; zentrale Punkte der Beschwerde &#8211; blieb unber&#252;cksichtigt.</p><p></p><p><strong>Schutzbeh&#246;rde als Risiko f&#252;r Betroffene</strong></p><p>Dieser Fall zeigt: Selbst bei einer Datenschutzaufsicht sind trans- und nicht-bin&#228;re Menschen nicht sicher vor Diskriminierung.</p><p>Das ULD hat nicht nur die eigentliche Beschwerde unzureichend gepr&#252;ft, sondern gleichzeitig durch eigenes Handeln (Deadnaming, Missachtung der aktuellen Anschrift) den Schaden noch verst&#228;rkt.</p><p></p><p>Damit stellt sich die Frage: Wenn schon die Kontrollinstanz selbst Verst&#246;&#223;e begeht, an wen sollen sich Betroffene dann noch wenden?</p><p></p><p><strong>Signalwirkung &#252;ber den Einzelfall hinaus</strong></p><p>Was hier geschieht, ist mehr als ein Einzelfall.</p><p>Es ist ein strukturelles Problem: Beschwerden werden weggeschoben, Betroffene erleben statt Schutz neue Verletzungen, und marginalisierte Gruppen &#8211; wie trans- und nicht-bin&#228;re Menschen &#8211; werden von Beh&#246;rden nicht ernst genommen.</p><p></p><p>Gerade Deadnaming ist kein &#8222;Formfehler&#8220;, sondern eine Form der Diskriminierung, die tief in die Identit&#228;t eingreift. Dass ausgerechnet eine Datenschutzaufsicht diesen Fehler begeht, zeigt ein erschreckendes Ma&#223; an mangelnder Sensibilit&#228;t und Sorgfalt.</p><p></p><p><strong>Fazit</strong></p><p>Das ULD in Kiel wollte eine Beschwerde abschlie&#223;en &#8211; und hat dabei selbst gegen Datenschutz und Gleichstellung versto&#223;en.</p><p>Es ist ein Lehrst&#252;ck daf&#252;r, wie staatliche Stellen nicht nur ihrer Aufgabe nicht gerecht werden, sondern Betroffenen aktiv schaden k&#246;nnen.</p><p></p><p>Statt Schutz bot das ULD im konkreten Fall nur neue Diskriminierung.</p><p>F&#252;r trans- und nicht-bin&#228;re Menschen in Schleswig-Holstein ist das ein alarmierendes Signal.</p>]]></content:encoded></item></channel></rss>